Technische Beratung & Digitalisierung für Industrieunternehmen
Technische Ergebnisse liegen vor. Die Entscheidung fehlt noch.
ALTEMIS Consulting bietet Technische Beratung, Engineering-Consulting und Prozessautomatisierung für mittelständische Industrieunternehmen. Simulationen, Gutachten und technische Konzepte werden unabhängig und methodisch eingeordnet – damit aus Daten belastbare Entscheidungen werden.
ALTEMIS Consulting ist eine technische Unternehmensberatung mit Sitz in Kehl (Ortenaukreis), spezialisiert auf technische Reviews, Engineering-Consulting und Prozessautomatisierung für mittelständische Industrieunternehmen in Baden-Württemberg.
Ergebnisse liegen vor – Entscheidungen bleiben unsicher
Simulationen und Studien existieren, aber niemand ordnet sie methodisch für Entscheidungen ein.
Simulation und Messung widersprechen sich
Widersprüchliche Daten ohne methodische Einordnung blockieren Projekte und Meilensteine.
Manuelle Prozesse fressen Ingenieur-Kapazität
Prozessautomatisierung schafft den Freiraum für technische Wertschöpfung.
Fehlende Senior-Tiefe im Team bremst Entscheidungen
Einzeln oder kombiniert buchbar. Projektbezogen, tageweise oder als monatlicher Retainer – angepasst an Ihre Situation.
Honorar auf Anfrage – leistungsbezogen und transparent. Vergütungsmodelle und typische Preisrahmen werden im Erstgespräch besprochen. Einen ehrlichen Überblick bietet der Artikel Was kostet technische Beratung?
Projektstimmen
Aus der Praxis.
„Wir haben in zwei Monaten mehr digitale Struktur bekommen als in den fünf Jahren davor. Das System läuft — ohne dass wir seitdem nachfragen mussten."
„Das Review hat in zwei Tagen Klarheit gebracht, über die wir intern seit Wochen diskutiert haben. Die Empfehlung war konkret, nachvollziehbar und direkt umsetzbar."
Dokumentierter Output, entscheidungsreif – für Fach- und Managementebene.
FAQ
Häufige Fragen.
Für mittelständische Industrieunternehmen, Entwicklungsteams und technische Projektleitungen – die externe methodische Unterstützung brauchen, ohne eine Großberatung zu beauftragen.
Branchenoffen – mit Schwerpunkterfahrung in Automotive und Elektronik/PCB aus mehrjähriger Tätigkeit in führenden Industrie- und Elektronikkonzernen.
Zunächst Einordnung der Fragestellung im Erstgespräch. Dann Analyse vorhandener Dokumente, Modelle und Annahmen. Ergebnis: strukturiertes Review-Dokument mit Handlungsempfehlung – i.d.R. in 1–3 Tagen.
Beides möglich. Reviews und Consulting-Sessions laufen effizient remote. Workshops werden bevorzugt vor Ort durchgeführt – je nach Kundenwunsch.
Ja. Für Unternehmen, die regelmäßig methodische Unterstützung benötigen, ist ein monatlicher Retainer möglich – mit definiertem Stundenvolumen und klaren Leistungspaketen.
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Ziel ist die gemeinsame Einordnung der Fragestellung – erst danach folgt ein konkretes Angebot.
Marktplatz-Freelancer optimieren für Sichtbarkeit, nicht für Ihr Problem. ALTEMIS bringt Konzernerfahrung aus der Vorentwicklung, Hochschulanbindung (DHBW) und methodische Unabhängigkeit von Herstellern und Tools. Der Fokus liegt auf belastbaren Entscheidungen – nicht auf möglichst vielen Projektstunden.
ALTEMIS Consulting ist hauptsächlich in der Region Ortenau, Kehl, Freiburg, Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart tätig – sowie remote für Industrieunternehmen deutschlandweit.
Es gibt Bereiche, die außerhalb meiner Expertise liegen und bei denen ich explizit nicht berate: reine Softwareentwicklung ohne strategischen Kontext, EMV-Zertifizierung und normative Zulassungsverfahren, kaufmännische Beratung oder juristische Fragestellungen sowie Projekte, bei denen das Ergebnis bereits feststeht. Wenn Ihre Anfrage in diese Bereiche fällt, empfehle ich Ihnen gerne spezialisierte Ansprechpartner. Eine ausführlichere Einordnung finden Sie auf der Referenzen-Seite.
Blog
Gedanken aus der Praxis.
Fachbeiträge von Alper Altay — Technische Einordnungen, Methodikfragen und ehrliche Antworten für Ingenieure und Entscheider in Industrieunternehmen.
Technische Komplexität strukturieren bevor sie Entscheidungen blockiert
Ich arbeite direkt im Projekt mit — bringe Systemstruktur, übersetze zwischen Technik und Management und schaffe methodische Klarheit im laufenden Betrieb.
Typische Situationen
Technisch komplex, aber schlecht strukturiert
Viele Teilergebnisse, kein Gesamtbild
Anforderungen und Ergebnisse sind entkoppelt
Entscheidungen werden intuitiv getroffen
Leistungsinhalt
Strukturierung auf Systemebene
Verknüpfung Anforderungen ↔ Simulation ↔ Ergebnis
Tool-neutrale Systemarchitektur — kein SysML erforderlich
Technisches Verständnis das Entscheidungen ermöglicht statt blockiert
Ich baue technisches Verständnis in Teams auf — damit Entscheidungen intern getroffen werden können, ohne dauerhaft externe Unterstützung zu benötigen.
Typische Situationen
Teams verstehen Simulationen, nicht deren Aussagekraft
Wissensstände blockieren Entscheidungen
Bedarf an Methodik statt Tool-Training
Entscheider brauchen tech. Grundverständnis
Themen & Formate
Thermik, Simulation, Systemdenken, MBSE
Interpretation von Simulationsergebnissen
Entscheidungslogik für Engineering-Teams
Problemlösung nach SPALTEN (VDI 2221)
Risikoanalyse & Fehlervermeidung mit FMEA
Konzeptbewertung mit Nutzwertanalyse
Anforderungsmanagement mit QFD
Halbtag bis mehrteilige Workshopreihen
Remote oder vor Ort
Mehrwert & USP
DHBW-Dozent mit Konzernerfahrung
Fokus auf Verständnis, nicht Bedienung
Direkt anwendbar im Projektalltag
Schafft Entscheidungskompetenz im Team
Methodischer Hintergrund
Workshops werden mit etablierten Methoden moderiert: SPALTEN (VDI 2221), FMEA, Nutzwertanalyse und QFD. Die Methode dient dem konkreten Ergebnis — nicht umgekehrt.
Welche Methode hilft wann? →
Manuelle Prozesse die Kapazität kosten — aufgenommen, strukturiert, automatisiert
Ich automatisiere manuelle Prozesse und baue digitale Infrastruktur — mit vollständiger Übergabe und Dokumentation, damit das System ohne mich weiterläuft.
Projektleiter und Entwicklungsingenieur aus der Konzern-Vorentwicklung. Lehrbeauftragter an der DHBW Karlsruhe. Gründer von ALTEMIS Consulting – technische Beratung für Industrieunternehmen.
Ich habe ALTEMIS gegründet, weil mich die Arbeit in der Konzern-Vorentwicklung eines gelehrt hat: Analysen lagen vor, Simulationen waren fertig – aber niemand ordnete sie entscheidungsrelevant ein. Die Brücke zwischen technischem Ergebnis und belastbarer Entscheidung fehlte. Das wollte ich ändern.
ALTEMIS steht für unabhängige, methodisch fundierte technische Beratung. Nicht als Tool-Dienstleister, nicht als Kapazitätsressource – sondern als Urteilsinstanz, die einordnet, strukturiert und Entscheidungen absichert.
Branchenoffen mit Schwerpunkterfahrung in Automotive und Elektronik. Projektbezogen, tageweise oder als monatlicher Retainer.
„Technische Tiefe und klare Entscheidungen – das ist kein Widerspruch. Es ist das Ziel jedes Projekts."
Nebenberufliche Mitarbeit · Oktober 2023 – Juni 2025
Programmierung, Digitalisierung und Prozessautomatisierung. Aufbau von Onlineshops und digitalen Vertriebsstrukturen. Unterstützung der Geschäftsleitung bei strategischen Entscheidungen.
Siemens AG
Masterarbeit · Oktober 2021 – Februar 2022
Technische und wirtschaftliche Bewertung sowie Feinkonzeptionierung von Matrix-Produktionssystemen in der Elektronikfertigung. Standort: Karlsruhe (Elektronikwerk).
KIT Karlsruhe
M.Sc. Maschinenbau · Oktober 2019 – Februar 2022
Studium mit Schwerpunkt Produktentwicklung, Mechatronik und Fertigungstechnik.
Veröffentlichungen
2022 · Zeitschriftenbeitrag
Simulationsgestütztes Vorgehensmodell zur Realisierung einer Matrixfertigung – Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb (ZWF). Artikel ansehen →
2022 · KIT Karlsruhe / Siemens AG
Technische und wirtschaftliche Bewertung sowie Feinkonzeptionierung eines Matrix-Produktionssystems für die Elektronikproduktion
2019 · KIT Karlsruhe / Robert Bosch GmbH
Evaluation von Variationen in der PGE in der Entwicklung eines Prüf- und Kalibriersystems für Durchflussmessgeräte
Werkzeuge und Methoden werden projektspezifisch gewählt — methodische Unabhängigkeit hat Vorrang.
Mission & Arbeitsweise
Was ALTEMIS ausmacht.
AL
Analytisch & Lösungsorientiert
Keine Hersteller-, Tool- oder Produktinteressen. Die Analyse folgt der Fragestellung – die Lösung folgt dem Kontext.
TE
Technisch & Entscheidungsreif
Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie auf Fachebene wie auf Managementebene als belastbare Entscheidungsgrundlage dienen.
MIS
Methodisch, Inhaltlich, Systemisch
Jede Einschätzung ist nachvollziehbar dokumentiert. Kein Aktionismus, keine Blackbox – sondern strukturierte Argumentation mit systemischem Blick.
PCB-Thermik: Die 5 häufigsten Fehler in FDM-Simulationen – und warum sie Entscheidungen gefährden
Alper Altay10. November 20257 min LesedauerTechnisches Review & Gutachten
Dieser Artikel richtet sich an Entwicklungsteams und technische Projektleitungen, die thermische FDM-Simulationen für Leiterplatten einsetzen – und verstehen wollen, warum Simulationsergebnisse nicht automatisch entscheidungsreif sind.
FDM-Simulationen (Finite-Differenzen-Methode) sind im PCB-Thermalmanagement weit verbreitet. Sie sind schnell, gut skalierbar und in Tools wie CR8000 oder Icepak tief integriert. Das Problem: Ihre Ergebnisse werden oft falsch interpretiert – nicht weil die Ingenieure schlecht ausgebildet sind, sondern weil bestimmte Modellfehler systematisch übersehen werden.
Im Folgenden zeige ich die fünf häufigsten Fehler aus meiner Praxis aus der Konzern-Vorentwicklung – und was sie im schlechtesten Fall bedeuten.
Fehler 1: Unterschätzter Kontaktwiderstand zwischen Komponenten und Board
Der thermische Kontaktwiderstand (R_contact) zwischen Bauteil und Leiterplatte wird in FDM-Modellen häufig mit einem Standardwert belegt – oder gänzlich vernachlässigt. In der Praxis schwankt dieser Wert je nach Lötmaterial, Bondpad-Geometrie und Fertigungstoleranz erheblich.
Konsequenz: Die simulierte Junctiontemperatur liegt zu niedrig. Ein Bauelement, das im Modell bei 95 °C liegt, kann real 110–120 °C erreichen. Für einen Serienentscheid auf Basis dieser Simulation ist das gefährlich.
Prüfpunkt im Review: Welcher R_contact-Wert wurde angesetzt? Woher stammt er – Datenblatt, Erfahrungswert oder Messung? Wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt?
Fehler 2: Zu grobe Vernetzung in thermisch kritischen Bereichen
Rechenzeit ist begrenzt. Die Folge: Ingenieure wählen ein grobes, uniformes Gitter – und hoffen, dass die Temperaturgradienten im Bereich kritischer Komponenten trotzdem korrekt abgebildet werden. Das ist selten der Fall.
Besonders problematisch sind Via-Arrays und enge Bauteilgruppen. Hier entstehen starke lokale Gradienten, die ein grobes FDM-Gitter schlicht ausmittelt. Das Ergebnis sieht glatt aus – und ist es nicht.
Lokale Gitterverfeinerung (Mesh Refinement) in kritischen Zonen
Gitterkonvergenzstudie als Pflichtbestandteil des Simulationsberichts
Vergleich mit analytischer Lösung für einfache Geometrien zur Plausibilisierung
Fehler 3: Falsche Randbedingungen für die Konvektion
„Freie Konvektion, 25 °C Umgebung" – das ist die häufigste Randbedingung in Review-Dokumenten. In vielen Fällen bildet sie die reale Einbausituation nicht ab. Ob ein Board in einem geschlossenen Gehäuse verbaut ist, ob es vorgewärmte Luft aus benachbarten Komponenten empfängt oder ob der Wärmeübertragungskoeffizient h aus einer Tabelle stammt: All das hat massiven Einfluss auf das Ergebnis.
Ich habe Projekte gesehen, in denen der Wechsel von h = 10 W/m²K auf h = 6 W/m²K die Maximaltemperatur um über 15 °C verschoben hat.
Fehler 4: Fehlende Validierung gegen Messung
Simulationen ohne Messkorridor sind Hypothesen. Trotzdem werden in vielen Entwicklungsprojekten Designentscheidungen auf Basis nicht-validierter Simulationsmodelle getroffen – oft aus Zeitdruck.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine strukturelle Realität. Aber es muss dokumentiert und kommuniziert werden. Eine Simulation, die nie gegen Messdaten abgeglichen wurde, hat eine unbekannte Unsicherheit. Diese Unsicherheit gehört in den Entscheidungsprozess.
Was ein gutes Review hier leistet: Keine neue Simulation – sondern eine methodische Einordnung der bestehenden Ergebnisse, inklusive Unsicherheitsbereich und Entscheidungsempfehlung.
Fehler 5: Vernachlässigung von Strahlungsanteilen bei hohen Temperaturen
Unterhalb von ~60–70 °C ist Strahlung gegenüber Konvektion und Leitung oft vernachlässigbar. Bei höheren Temperaturen (Hochleistungs-PCBs, Leistungselektronik) kann der Strahlungsanteil 10–20 % der abgeführten Wärme ausmachen. In vielen FDM-Tools ist Strahlung optional – und bleibt deshalb oft deaktiviert.
Das führt zu systematisch zu hohen Temperaturen im Modell – was klingt wie ein konservativer Ansatz, aber je nach Designmarge zu unnötigem Over-Engineering führt.
Was bedeutet das für Ihre Entscheidungen?
Keiner dieser Fehler bedeutet, dass eine Simulation wertlos ist. Sie bedeuten, dass Simulationsergebnisse ohne methodische Einordnung keine belastbare Entscheidungsgrundlage sind. Die Frage ist nicht, ob das Modell läuft – sondern ob es das abbildet, was es abbilden soll.
Genau das ist die Aufgabe eines technischen Reviews: nicht die Simulation neu zu erstellen, sondern ihre Aussagekraft methodisch einzuordnen.
CFD vs. FEM für Wärmeanalysen: Was eignet sich wann – und warum die Frage oft falsch gestellt wird
Alper Altay1. Dezember 20256 min LesedauerEngineering & System-Consulting
Für Entwicklungsteams, die vor der Entscheidung stehen: Welche Simulationsmethode setzt man für welche Fragestellung ein? Und wann reicht keine der beiden allein?
„Wir brauchen eine CFD-Simulation" – diesen Satz höre ich oft. Manchmal ist er richtig. Manchmal wäre FEM die bessere Wahl. Und manchmal ist keine der beiden Methoden das eigentliche Problem.
Dieser Artikel klärt die methodischen Unterschiede – und zeigt, wann welcher Ansatz die Entscheidung stützt und wann er sie verschleiert.
Was CFD kann – und was nicht
CFD (Computational Fluid Dynamics) modelliert Strömungen: Luft, Kühlmittel, Gase. Für thermische Analysen bedeutet das: CFD ist stark, wenn Konvektion der dominierende Wärmepfad ist – also bei erzwungener Kühlung, Kanalgeometrien, Kühlkörpern mit komplexen Rippenstrukturen oder Flüssigkeitskühlung.
Schwächen: Rechenintensiv, hoher Modellierungsaufwand, sensibel gegenüber Turbulenzmodellen
Typische Anwendung PCB: Systemlevel-Analyse mit Lüfter, Gehäuseströmung
Was FEM kann – und was nicht
FEM (Finite-Elemente-Methode) modelliert Festkörper: Wärmeleitung, mechanische Spannungen, Strukturverhalten. Für thermische Analysen ist FEM stark, wenn Leitung und Kontaktwiderstände dominieren – also bei kompakten Baugruppen, Wärmespreizung über Substrat, Chip-Package-Interface.
Die eigentliche Frage: Was ist der dominante Wärmepfad?
Die Wahl der Methode folgt der Physik – nicht dem Tool-Bestand. Die entscheidende Frage lautet: Wo entsteht der größte thermische Widerstand im System? Ist es die Konvektion zur Umgebungsluft? Dann CFD. Ist es die Leitung durch Materialschichten und Kontakte? Dann FEM.
In der Praxis ist die Antwort oft: beides. Dann braucht man keine neue Simulation – sondern eine methodische Einordnung, welcher Wärmepfad für die aktuelle Entscheidung relevant ist.
Wann weder CFD noch FEM die eigentliche Antwort liefert
Ich erlebe regelmäßig Situationen, in denen Teams eine aufwändige CFD-Analyse beauftragen – und am Ende trotzdem keine Entscheidung treffen können. Nicht weil die Simulation falsch war, sondern weil die Fragestellung nicht scharf genug definiert war.
Beispiel: Ein Team simuliert die Gehäuseströmung mit CFD und erhält Lufttemperaturen an den Bauteilen. Aber die Junctiontemperatur – die eigentlich relevante Größe für die Zuverlässigkeit – wird aus einem pauschalen Theta_ja-Wert aus dem Datenblatt abgeleitet. Das Ergebnis ist methodisch inkonsistent. Ein technisches Review würde hier nicht eine neue Simulation beauftragen, sondern die Methodik einordnen: Welche Unsicherheit entsteht durch diese Kombination? Ist sie für die anstehende Entscheidung akzeptabel?
Die Methodenwahl ist keine akademische Frage – sie beeinflusst direkt, wie belastbar Ihre Entscheidungsgrundlage ist. Wer CFD oder FEM als Blackbox beauftragt, bekommt Zahlen. Wer die Methode zur Fragestellung passend wählt, bekommt Entscheidungssicherheit. Der Unterschied liegt nicht in der Software, sondern in der methodischen Einordnung davor.
Simulationsmethode prüfen lassen?
Ich bewerte CFD- und FEM-Simulationen unabhängig – und zeige, ob die gewählte Methode zur Fragestellung passt.
Excel-Automatisierung vs. Power BI: Was lohnt sich wirklich für mittelständische Industrieunternehmen?
Alper Altay12. Januar 20266 min LesedauerProzessautomatisierung & Digitalisierung
Für technische Führungskräfte und Prozessverantwortliche in KMU, die ihre manuellen Auswertungen effizienter gestalten wollen – ohne IT-Großprojekt.
„Wir brauchen Power BI" – das ist oft der erste Gedanke, wenn ein Unternehmen merkt, dass seine Excel-Prozesse zu langsam, fehleranfällig oder unübersichtlich werden. Manchmal stimmt das. Häufig ist es aber eine teurere Lösung als nötig.
Dieser Artikel gibt eine ehrliche Entscheidungshilfe – aus der Perspektive eines Ingenieurs, der beide Welten aus der Praxis kennt.
Warum Excel in Industrieunternehmen so dominant bleibt
Excel ist nicht trotz seiner Schwächen so verbreitet – es ist wegen seiner Stärken so verbreitet. Es ist überall vorhanden, jeder kennt es, Daten lassen sich flexibel eintippen und strukturieren. Für viele Prozesse in der Industrie – Stücklisten, Messkurvenauswertung, Projekttracking – ist Excel nicht das Problem. Das Problem ist die Art, wie es genutzt wird.
Manuelle Dateneingabe, Copy-Paste zwischen Dateien, keine Versionskontrolle, Formeln die niemand mehr versteht: Das kostet Ingenieurzeit. Und das ist lösbar – ohne Power BI.
Wann Excel-Automatisierung die bessere Wahl ist
Excel mit VBA oder Python (via xlwings/openpyxl) lohnt sich, wenn:
Der Prozess klar definiert ist und sich nicht oft ändert
Die Datenquellen bereits in Excel oder als CSV vorliegen
Das Ergebnis eine Tabelle oder ein standardisierter Report ist
Keine unternehmensweite Skalierung nötig ist
Das Team Excel kennt und Power BI nicht
Praxisbeispiel
Ein Entwicklungsteam wertet wöchentlich Messdaten aus 12 Prüfständen aus, kopiert Werte in ein Template und erstellt manuell Diagramme. Aufwand: 3–4 Stunden pro Woche. Nach einer Excel-VBA-Automatisierung: 10 Minuten. Kein Power BI, keine neue IT-Infrastruktur, keine Schulung.
Wann Power BI die richtige Wahl ist
Power BI lohnt sich, wenn:
Daten aus mehreren Quellen (ERP, SQL, Excel, APIs) kombiniert werden müssen
Mehrere Nutzer gleichzeitig auf aktuelle Dashboards zugreifen sollen
Interaktive Filter und Drill-Down für Entscheidungen gebraucht werden
Eine Microsoft-365-Lizenz bereits vorhanden ist (dann ist Power BI Desktop kostenlos)
Häufiger Fehler: Power BI wird eingeführt, aber die Datenquellen sind nicht sauber strukturiert. Dann löst Power BI das eigentliche Problem nicht – es macht es sichtbarer.
Die ehrliche Empfehlung
Für die meisten mittelständischen Industrieunternehmen lautet die Reihenfolge:
Prozess analysieren: Was kostet wirklich Zeit? Warum?
Excel bereinigen und automatisieren: VBA oder Python, je nach Komplexität
Erst dann: Power BI, wenn Skalierung oder Multi-User-Zugriff nötig wird
Der häufigste Fehler ist, Schritt 3 vor Schritt 1 zu machen.
Was oft übersehen wird: Die Entscheidung zwischen Excel und Power BI ist nicht endgültig. Viele mittelständische Unternehmen nutzen beide Werkzeuge parallel – Excel für operative Automatisierungen einzelner Fachbereiche, Power BI für das übergreifende Reporting. Entscheidend ist, dass diese Aufgabentrennung bewusst getroffen und dokumentiert wird. Werkzeugkonflikte entstehen fast immer dort, wo diese Entscheidung implizit geblieben ist.
Warum Simulationsergebnisse keine Entscheidungen sind – und was den Unterschied macht
Alper Altay8. September 20257 min LesedauerTechnisches Review & Gutachten
Das Kernthema von ALTEMIS: Die Lücke zwischen technischen Ergebnissen und belastbaren Entscheidungen – und wie man sie schließt.
Es war ein Dienstagmorgen in der Vorentwicklung. Das Team hatte drei Wochen an einer thermischen Simulation gearbeitet. Die Ergebnisse lagen vor: Heatmaps, Maximaltemperaturen, Vergleich zwischen vier Varianten. Alles sauber dokumentiert. Und trotzdem konnte die Runde keine Entscheidung treffen.
Nicht weil die Simulation schlecht war. Sondern weil niemand wusste, wie sicher die Ergebnisse waren.
Das eigentliche Problem: Ergebnisgläubigkeit
In vielen Entwicklungsprojekten entsteht eine stille Übereinkunft: Wer eine Simulation vorlegt, hat eine Antwort geliefert. Das Ergebnis wird akzeptiert – nicht weil es verstanden wird, sondern weil es existiert.
Diese Ergebnisgläubigkeit ist gefährlich. Nicht weil Simulationen unzuverlässig sind, sondern weil sie immer Modelle der Realität sind – mit Annahmen, Grenzen und Unsicherheiten, die selten explizit kommuniziert werden.
„Alle Modelle sind falsch. Manche sind nützlich." – George Box, Statistiker. Die Frage ist: Nützlich für welche Entscheidung?
Was zwischen Ergebnis und Entscheidung fehlt
Ein Simulationsergebnis beantwortet die Frage: Was sagt das Modell? Eine Entscheidungsgrundlage beantwortet die Frage: Was können wir mit diesem Ergebnis sicher schlussfolgern?
Der Unterschied liegt in drei Dimensionen:
Modellgültigkeit: Bildet das Modell die relevante Physik ab? Mit welchen Vereinfachungen?
Unsicherheitsbereich: Wie sensitiv ist das Ergebnis gegenüber Eingangsparametern?
Entscheidungsrelevanz: Ist das Ergebnis präzise genug für die anstehende Entscheidung?
Diese drei Fragen werden in vielen Projekten nicht gestellt – oft aus Zeitdruck, manchmal weil niemand zuständig ist.
Ein konkretes Beispiel aus der Praxis
Praxisbeispiel
Ein Entwicklungsteam hat eine FEM-Simulation für ein Leistungsmodul erstellt. Die Maximaltemperatur liegt laut Simulation bei 118 °C – der Grenzwert ist 125 °C. „Passt, haben 7 K Reserve." Projekt weiter.
Was nicht kommuniziert wurde: Der Wärmeübergangskoeffizient wurde aus einer Literaturquelle übernommen. Die Sensitivitätsanalyse zeigt: ±20 % Variation in diesem Parameter bedeutet ±9 K in der Junctiontemperatur. Die 7 K Reserve sind methodisch nicht belastbar.
Das ist kein Fehler des Ingenieurs. Es ist ein strukturelles Problem: Der Übergang vom Ergebnis zur Entscheidung wurde nicht explizit gestaltet.
Was ein technisches Review leistet
Ein gutes technisches Review erstellt keine neue Simulation. Es ordnet das Bestehende methodisch ein:
Welche Annahmen tragen das Ergebnis – und wie robust sind sie?
Wo liegt der tatsächliche Unsicherheitsbereich, nicht der nominale Wert?
Welche Entscheidung ist auf Basis dieses Ergebnisses belastbar – welche nicht?
Was müsste geprüft oder nachgebessert werden, bevor eine bestimmte Entscheidung getroffen wird?
Das Ziel ist nicht Kritik um der Kritik willen. Es ist Klarheit: Was wissen wir sicher – und was nicht?
Wann brauche ich das?
Immer dann, wenn Entscheidungen mit hoher Tragweite auf technischen Ergebnissen basieren – und niemand im Team die methodische Unabhängigkeit oder die Zeit hat, das Ergebnis wirklich einzuordnen. Das betrifft Meilensteinentscheidungen, Investitionsfreigaben, Serienfreigaben und externe Gutachten.
MBSE für mittelständische Teams: Wie Systemdenken funktioniert – ohne teures Tool und ohne großes Team
Alper Altay29. September 20256 min LesedauerEngineering & System-Consulting
Für technische Projektleitungen und Entwicklungsteams im Mittelstand, die komplexe Projekte strukturieren wollen – ohne SysML-Schulung und ohne Enterprise-Software.
MBSE (Model-Based Systems Engineering) gilt in vielen mittelständischen Unternehmen als zu komplex, zu teuer und zu akademisch. Diese Wahrnehmung ist verständlich – und teilweise berechtigt. Wer MBSE mit Cameo Enterprise oder IBM Rhapsody gleichsetzt, versteht es als IT-Projekt, das Millionen kostet.
Das ist eine falsche Gleichsetzung. MBSE ist eine Denkweise. Die Tools sind optional.
Was MBSE wirklich bedeutet
Im Kern bedeutet MBSE: Ein System wird nicht primär durch Dokumente beschrieben, sondern durch ein strukturiertes Modell – Funktionen, Anforderungen, Komponenten und ihre Beziehungen sind explizit verknüpft.
Der praktische Nutzen: Wenn sich eine Anforderung ändert, sieht das Team sofort, welche Komponenten und Funktionen davon betroffen sind. Wenn ein Subsystem neu ausgelegt wird, ist klar, welche Systemziele es erfüllen muss.
Der häufigste Schmerz ohne MBSE: Änderungen werden umgesetzt, ohne dass alle Abhängigkeiten bekannt sind. Drei Monate später taucht ein Problem auf, das direkt auf diese Änderung zurückgeht.
Was ein mittelständisches Team wirklich braucht
Nicht SysML. Nicht Cameo. Was gebraucht wird, ist eine klare Struktur, die das Team versteht und anwendet. In meiner Arbeit mit Entwicklungsteams nutze ich einen tool-neutralen, MBSE-nahen Ansatz:
Systemkontext: Was ist im System – was ist außerhalb? Welche Schnittstellen existieren?
Funktionsstruktur: Welche Funktionen muss das System erfüllen? Hierarchisch aufgebaut.
Anforderungsverknüpfung: Welche Anforderung treibt welche Funktion? Explizit dokumentiert.
Komponentenzuordnung: Welche Komponente realisiert welche Funktion?
Das lässt sich in PowerPoint, Confluence oder einem strukturierten Excel aufbauen. Der Mehrwert entsteht nicht durch das Tool – sondern durch die Konsequenz, mit der die Struktur gepflegt wird.
Ein Beispiel: Wärmemanagementsystem für ein Leistungsmodul
Praxisbeispiel
Ein Team entwickelt ein aktives Kühlsystem für ein Leistungsmodul. Die typische Situation: Anforderungen in einem Word-Dokument, Simulationen in separaten Ordnern, Komponentenauswahl in einer Excel-Tabelle. Niemand hat den Überblick, welche Anforderung durch welche Komponentenentscheidung erfüllt – oder gefährdet – wird.
Ein MBSE-naher Ansatz in 4 Sessions: Systemkontext definieren, Funktionsstruktur aufbauen, Anforderungen verknüpfen, Komponenten zuordnen. Ergebnis: Ein Dokument, das das Team nutzt – kein Modell, das in einem Tool verstaubt.
Wann ein externer Begleiter Sinn macht
MBSE-Einführung scheitert selten an der Methodik. Sie scheitert daran, dass niemand im Team die Zeit hat, die Struktur initial aufzubauen und zu moderieren. Ein externer Begleiter bringt Methodik, Moderationserfahrung und die Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren ohne Inhalte zu vereinfachen.
Das Format: 4–8 Sessions à 2 Stunden, mit definierten Outputs nach jeder Session. Kein Dauerprojekt, keine Tool-Einführung, keine Zertifizierung.
Was am Ende bleibt: ein Team, das systemisch denkt. Das Modell, die Sprache und die Methode gehören dem Unternehmen – nicht dem Berater. Keine Abhängigkeit von externen Werkzeugen, keine Zertifizierungspflicht. Systemdenken ist eine Fähigkeit, kein Tool. Das ist der eigentliche Mehrwert eines pragmatischen MBSE-Einstiegs.
MBSE pragmatisch einführen?
Ich begleite mittelständische Teams beim Aufbau von Systemdenken – tool-neutral und sofort anwendbar.
Wann braucht ein Unternehmen ein externes technisches Review? Fünf Situationen, die ein klares Signal sind
Alper Altay20. Oktober 20255 min LesedauerTechnisches Review & Gutachten
Ein externes technisches Review ist kein Misstrauensvotum gegenüber dem eigenen Team. Es ist eine methodische Entscheidung – für bestimmte Fragestellungen braucht man eine unabhängige Perspektive, nicht weil das Team inkompetent ist, sondern weil Unabhängigkeit strukturell bessere Ergebnisse liefert.
Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Hier sind fünf Situationen, die in der Praxis ein klares Signal sind.
1. Vor einer Investitions- oder Serienfreigabe
Entscheidungen mit hoher finanzieller oder strategischer Tragweite brauchen eine belastbare technische Grundlage. Wenn interne Simulationen und Analysen die Basis dieser Entscheidung bilden, ist eine unabhängige Einordnung keine Absicherung gegen das eigene Team – sondern gegen systematische Blindstellen, die jedes Team hat.
2. Wenn Simulation und Messung sich widersprechen
Widersprüchliche Daten sind eines der häufigsten Projektsignale, das ich erlebe. Simulation sagt X, Messung sagt Y, beide Werte liegen im „möglichen" Bereich. Das Team diskutiert seit Wochen. Kein Fortschritt.
Hier hilft ein externes Review nicht primär durch eine neue Simulation – sondern durch methodische Einordnung: Wo liegt die Ursache des Widerspruchs? Was muss geprüft werden, bevor eine Entscheidung getroffen wird?
3. Wenn externe Studien oder Gutachten vorliegen, die niemand einordnen kann
Viele Unternehmen erhalten Gutachten von Lieferanten, Instituten oder externen Dienstleistern – und können die Qualität der Annahmen nicht einschätzen. „Das klingt plausibel" ist keine Entscheidungsgrundlage.
Ein Review prüft: Welche Annahmen trägt das Gutachten? Sind sie für Ihren spezifischen Anwendungsfall gültig? Was würde sich ändern, wenn eine Annahme nicht hält?
4. Wenn das interne Team keine Senior-Tiefe für die spezifische Fragestellung hat
Nicht jedes Unternehmen hat für jede Fragestellung einen internen Experten. Ein PCB-Thermik-Spezialist fehlt? Ein MBSE-erfahrener Systemingenieur ist nicht im Team? Das ist keine Schwäche – das ist der Normalfall im Mittelstand.
In diesen Situationen ist ein projektbezogenes externes Review kosteneffizienter als eine Festanstellung oder eine Großberatung.
5. Wenn Meilensteine oder Deadlines methodische Sorgfalt unter Druck setzen
Zeitdruck ist der häufigste Feind methodischer Qualität. Wenn ein Team weiß, dass eine Analyse lückenhaft ist, aber keine Kapazität hat, sie zu verbessern – dann ist das der richtige Moment für einen externen Beitrag. Nicht um Arbeit abzunehmen, sondern um die methodische Einordnung zu liefern, die das Team nicht leisten kann.
Ein externes technisches Review ist kein Misstrauensvotum gegen das interne Team. Es ist kein Audit und kein Qualitätsmanagementsystem. Es ist eine zeitlich begrenzte Erweiterung der methodischen Perspektive – durch jemanden, der ähnliche Fragestellungen aus anderen Kontexten kennt und keinen internen Erwartungsdruck hat.
Teams, die das verstanden haben, setzen externe Reviews gezielt und vorausschauend ein – nicht als Reaktion auf Probleme, sondern als strukturelles Element ihrer Qualitätssicherung. Der Unterschied: reaktive Reviews retten Projekte. Vorausschauende Reviews verhindern, dass sie gerettet werden müssen.
Review-Bedarf einschätzen?
Im kostenlosen Erstgespräch ordne ich ein, ob und welcher Review-Umfang für Ihre Situation sinnvoll ist.
Was kostet technische Beratung? Ein ehrlicher Überblick für mittelständische Industrieunternehmen
Alper Altay2. Februar 20265 min LesedauerÜber ALTEMIS
Dieser Artikel gibt konkrete Orientierung zu Preismodellen und Kostenrahmen für technische Beratungsleistungen – ohne Verschleierung und ohne Pauschalantworten.
„Was kostet das ungefähr?" ist die häufigste Frage im Erstgespräch. Und die ehrliche Antwort lautet: Es hängt ab. Aber das ist keine Ausweichung – es ist der Ausgangspunkt für eine seriöse Einschätzung.
Dieser Artikel erklärt, wie technische Beratungsleistungen typischerweise bepreist werden, was die Preisunterschiede erklären – und was ein Unternehmen realistisch erwarten sollte.
Die drei gängigen Vergütungsmodelle
1. Tagessatz (Zeit & Material)
Der klassische Ansatz. Ein Tagessatz für technische Fachberatung mit Senior-Profil liegt je nach Spezialisierung und Markt zwischen 1.200 € und 2.500 € pro Tag (netto). Für hochspezialisierte Nischen (Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, regulierte Bereiche) auch darüber.
Vorteil: Flexibel, transparent. Nachteil: Das Gesamtbudget ist nicht von Anfang an klar.
2. Pauschalpreis (Fixed Fee)
Für klar definierte Leistungen – z.B. ein technisches Review-Dokument mit definierten Inhalten und Umfang – eignet sich ein Pauschalpreis. Das schafft Planungssicherheit für beide Seiten.
Typischer Rahmen für ein strukturiertes Review-Dokument: 1.500–4.500 € je nach Umfang und Tiefe.
3. Monatlicher Retainer
Für Unternehmen, die regelmäßig methodische Unterstützung brauchen – z.B. ein festes Stundenkontingent pro Monat. Das lohnt sich ab etwa 2–4 Engagements pro Monat.
Was den Preis beeinflusst
Spezialisierungstiefe: Allgemeine Unternehmensberatung vs. hochspezialisierte Fachberatung
Aufgabentyp: Dokument erstellen vs. Methodik einordnen vs. Team entwickeln
Zeitrahmen: Sofort-Einsatz mit Kapazitätsengpass kostet mehr
Was ALTEMIS Consulting kostet
Ich arbeite transparent mit Tagessatz oder Pauschalpreis, je nach Aufgabenstellung. Die genaue Einschätzung erfolgt nach dem Erstgespräch – dort kläre ich Fragestellung, Umfang und Format, bevor ich ein konkretes Angebot mache.
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Es dient nicht dem Verkauf, sondern der methodischen Einordnung: Kann ich helfen? Wie? Mit welchem Aufwand?
Hinweis: Als Einzelunternehmer nach § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung) weise ich keine Umsatzsteuer aus. Der angebotene Preis ist der Endpreis.
Technische Beratung ist kein Standardprodukt. Was im Honorar enthalten ist, hängt vom Modell ab – aber in jedem Fall gilt: Sie bezahlen nicht für Anwesenheit, sondern für methodische Einordnung und Entscheidungssicherheit.
Im Projekteinsatz bedeutet das: klare Dokumentation der Ergebnisse, nachvollziehbare Herleitung und eine Einordnung, die Ihr Team ohne externe Unterstützung weiternutzen kann. Im Retainer-Modell kommt strategische Kontinuität hinzu – das Wissen über Ihre Systeme, Prozesse und Entscheidungslogiken baut sich über Zeit auf und muss nicht nach jedem Auftrag neu erarbeitet werden.
Transparenz über Kosten ist kein Vertrauensbeweis, sondern eine Voraussetzung für eine seriöse Zusammenarbeit. Wenn ein Berater keine klare Auskunft über sein Vergütungsmodell gibt, ist das ein Signal – kein Einzelfall.
Konkretes Angebot anfordern?
Im Erstgespräch ordnen wir Ihren Bedarf ein und ich nenne Ihnen einen klaren Rahmen – ohne versteckte Kosten.
Retainer vs. Projektauftrag: Welche Form der Zusammenarbeit passt wann – und warum die Wahl strategisch ist
Alper Altay23. Februar 20265 min LesedauerÜber ALTEMIS
„Wie arbeiten Sie zusammen?" – Diese Frage kläre ich in jedem Erstgespräch. Nicht weil es eine Standardantwort gibt, sondern weil die richtige Form der Zusammenarbeit vom Bedarf abhängt – und weil eine falsche Entscheidung hier Geld und Zeit kostet.
Dieser Artikel erklärt die Unterschiede zwischen Projektauftrag und Retainer, nennt Vor- und Nachteile beider Modelle – und gibt eine klare Entscheidungshilfe.
Der Projektauftrag: Klar abgegrenzt, konkret, einmalig
Ein Projektauftrag hat einen definierten Anfang, ein definiertes Ende und ein definiertes Ergebnis. „Review des thermischen Simulationsmodells für Bauteil X – Ergebnis: Review-Dokument mit Handlungsempfehlung" ist ein typischer Projektauftrag.
Stärken: Planungssicherheit, klares Ergebnis, kein laufendes Commitment
Schwächen: Kein Puffer für Folgefragen, jedes neue Thema braucht ein neues Angebot
Der Retainer: Kontinuierlich, flexibel, strategisch
Ein Retainer ist ein monatliches Stundenkontingent – z.B. 8 oder 16 Stunden pro Monat – das flexibel für verschiedene Themen genutzt werden kann. Der Auftragnehmer ist verlässlich verfügbar; der Auftraggeber hat eine Ansprechperson, die das Unternehmen kennt.
Stärken: Kontinuität, kein Onboarding bei jedem neuen Thema, schnelle Verfügbarkeit
Schwächen: Monatliche Kosten auch wenn der Bedarf in einzelnen Monaten gering ist
Starten Sie mit einem Projektauftrag. Wenn nach dem ersten Projekt klar ist, dass der Bedarf regelmäßig ist, ergibt ein Retainer Sinn. So entstehen keine falschen Erwartungen – auf keiner Seite.
Welches Modell für Ihre Situation passt, klären wir im Erstgespräch.
Die meisten Zusammenarbeiten beginnen mit einem Projektauftrag. Ein klar umrissenes Problem, ein definiertes Ergebnis, ein zeitlicher Rahmen. Das gibt beiden Seiten die Möglichkeit zu verstehen, wie die andere arbeitet – ohne langfristige Bindung.
Wenn aus diesem ersten Auftrag eine Zusammenarbeit entsteht, die sich wiederholt oder vertieft, ist der Wechsel in ein Retainer-Modell oft der nächste logische Schritt. Nicht weil es günstiger ist – sondern weil es effizienter ist. Weniger Briefing-Aufwand, mehr Kontinuität, schnellere Reaktion auf neue Fragestellungen.
Ein Retainer muss dabei nicht bedeuten: fester wöchentlicher Termin und definierte Stundenzahl. Er kann auch bedeuten: Abrufbarkeit bei konkretem Bedarf, mit einem monatlichen Sockelbetrag, der Planbarkeit auf beiden Seiten sicherstellt. Die genaue Ausgestaltung ist verhandelbar – und sollte es auch sein. Was nicht verhandelbar sein sollte: Klarheit darüber, was beide Seiten voneinander erwarten.
Welches Modell passt zu Ihrer Situation?
Im Erstgespräch besprechen wir offen, welche Zusammenarbeit sinnvoll ist – ohne Verkaufsdruck.
Simulation als Entscheidungshilfe in der Fertigungsplanung: Was das Siemens-Projekt wirklich gezeigt hat
Alper Altay9. März 20267 min LesedauerEngineering & System-Consulting
Für technische Planungsverantwortliche und Produktionsleiter in mittelständischen Industrieunternehmen, die vor der Entscheidung stehen: Lohnt sich der Umbau unseres Fertigungssystems? Und wie bewertet man Konzeptalternativen methodisch – ohne Bauchgefühl?
Im Jahr 2021 wurde die Siemens AG am Standort Karlsruhe als Fabrik des Jahres ausgezeichnet. Einer der Gründe: die konsequente Einführung eines Matrixproduktionssystems mit digitalen Zwillingen und fahrerlosen Transportsystemen. Was von außen wie ein großes IT-Projekt wirkt, begann mit einer sehr klassischen Ingenieursfrage: Wie bewerten wir drei verschiedene Konzeptalternativen – methodisch, transparent und entscheidungsrelevant?
Ich war an diesem Projekt beteiligt und habe das Vorgehensmodell sowie die technisch-wirtschaftliche Feinplanung erarbeitet. Was ich dabei gelernt habe, geht weit über Matrixfertigung hinaus – es betrifft jeden Planungsprozess, bei dem Simulation und Entscheidung zusammenkommen müssen.
Das Problem: Drei Konzepte, keine klare Grundlage
Das Ausgangsszenario ist typisch für den Mittelstand: Ein bestehendes Fertigungssystem – in diesem Fall eine Festverkettung aus manuellen und automatisierten Bestückplätzen – kommt an seine Grenzen. Steigende Produktvarianten, kürzere Lebenszyklen, wechselnde Losgrößen.
Das Team hatte drei technisch unterschiedliche Konzeptalternativen erarbeitet. Alle plausibel. Alle vertretbar. Aber ohne methodische Einordnung war keine belastbare Entscheidung möglich.
Praxisbeispiel: Konzept (a): Manuelle Bestückplätze, geringer Automatisierungsgrad, niedrige Investitionssumme. Konzept (b): Teilautomatisiert, mittlere Investition. Konzept (c): Vollautomatisiert, höchste Investitionssumme. Ohne Simulation: keine Aussage über Durchsatz, Auslastung und Skalierbarkeit unter realen Bedingungen möglich.
Warum mathematisch-analytische Methoden hier nicht ausreichen
Die erste Reaktion in vielen Teams: Kapazität ausrechnen, Taktzeiten vergleichen, Amortisation überschlagen. Das sind wichtige Bausteine – aber sie beantworten die eigentlich relevante Frage nicht: Wie verhält sich das System unter dynamischen Bedingungen? Was passiert, wenn Losgrößen schwanken, Maschinen ausfallen, Puffer voll laufen?
Mathematisch-analytische Methoden gehen von stabilen, konstanten Bedingungen aus. Die Realität in der Serienproduktion ist das Gegenteil. Genau hier entfaltet die diskrete ereignisbasierte Simulation ihren Mehrwert.
Wichtig: Simulation ersetzt keine Entscheidung. Sie erweitert die Entscheidungsgrundlage um dynamische Effekte, die analytisch nicht greifbar sind. Der Unterschied zwischen „Das Modell sagt X" und „Wir können auf Basis dieses Modells Y entscheiden" liegt in der methodischen Einordnung.
Was die Simulation tatsächlich gezeigt hat
Das ereignisdiskrete Modell wurde in Tecnomatix Plant Simulation aufgebaut. In einer Reihe von Faktorexperimenten wurden Modulanzahl, Konfiguration und FTF-Flotte systematisch variiert.
Das Ergebnis war eindeutig: Die optimal ausgelegte Variante (a) mit einem vorgelagerten Arbeitsplatz, fünf Bestückplätzen und vier Selektivlötanlagen, versorgt durch acht fahrerlose Transportfahrzeuge, erzielte eine Anlagenauslastung von durchschnittlich 70 % gegenüber der starren Festverkettung. Gleichzeitig war Konzept (a) kostengünstiger als die hochautomatisierten Alternativen – weil der höhere Automatisierungsgrad den Investitionsmehraufwand nicht rechtfertigte.
Durchsatz: +20 % gegenüber Festverkettung
Durchlaufzeit: −40 %
Mitarbeiterauslastung: +25 %
Investition: geringer als Konzepte (b) und (c)
Diese Zahlen hätten sich analytisch nicht herleiten lassen. Sie entstanden erst durch die Simulation dynamischer Prozesse – und sie veränderten die Entscheidung fundamental.
Der Digitale Zwilling als methodische Erweiterung
Parallel zur Simulationsstudie wurde ein Digitaler Zwilling im Siemens-eigenen PLM-System Teamcenter aufgebaut. Dieser vereinte alle fertigungsrelevanten Daten, Modelle und Arbeitspläne in einer integrierten Umgebung.
Was das bedeutet: Der Zwilling ist nicht nur ein Planungswerkzeug – er ist ein Optimierungswerkzeug über den gesamten Lebenszyklus des Systems. Nach der Inbetriebnahme können Szenarien simuliert, Engpässe frühzeitig erkannt und Rekonfigurationen geplant werden, ohne den Produktivbetrieb zu unterbrechen.
Für mittelständische Unternehmen ohne eigene Simulationsabteilung klingt das nach einem Enterprise-Projekt. Das ist es nicht zwingend. Die Kernfrage ist: Welche Entscheidungen müssen getroffen werden, und welche Dynamiken sind dafür relevant? Oft reicht ein schlankes Simulationsmodell für die kritischen Fragen – es muss kein vollständiger Digitaler Zwilling sein.
Was das für Ihre Fertigungsplanung bedeutet
Das Siemens-Projekt zeigt ein Muster, das ich seitdem in vielen Kontexten wiedersehe: Die Konzeptalternativen liegen vor. Die analytischen Zahlen sprechen für eine Variante. Aber niemand weiß, wie robust diese Aussage unter realen dynamischen Bedingungen ist.
Genau hier ist der Moment für eine methodische Einordnung – nicht durch eine neue, teure Simulationsstudie, sondern durch die Frage: Welche Unsicherheiten in den bestehenden Berechnungen sind entscheidungsrelevant? Und was braucht es, um sie zu quantifizieren?
Schritt 1: Klare Entscheidungsfrage formulieren, bevor ein Simulationsmodell aufgebaut wird
Schritt 2: Kritische Parameter identifizieren, die den größten Einfluss auf das Ergebnis haben
Schritt 3: Simulation gezielt für diese Parameter einsetzen – nicht als Blackbox, sondern als Entscheidungshilfe
Schritt 4: Ergebnis methodisch einordnen: Was können wir mit diesem Modell entscheiden – und was nicht?
Kein Produkt entsteht aus dem Nichts: Was das PGE-Modell über technische Entscheidungen lehrt
Alper Altay21. März 20266 min LesedauerEngineering & System-Consulting
Für Entwicklungsteams und technische Projektleitungen, die verstehen wollen, warum Produktentwicklung fast immer schiefläuft – und was das Modell der Produktgenerationsentwicklung (PGE) damit zu tun hat.
Es war ein Prüfstandsprojekt bei der Robert Bosch GmbH. Das bestehende Kalibrierungssystem für Dieseleinspritzpumpen sollte modernisiert werden: neue Hardware, neue Software, erweiterter Funktionsumfang. Was zunächst wie eine klare technische Aufgabe wirkte, entpuppte sich als komplexes Geflecht aus Abhängigkeiten – von Vorgängersystemen, von bestehenden Messverfahren, von impliziten Annahmen, die niemand mehr explizit kannte.
Die Bachelorarbeit, die ich damals im Kontext dieses Projekts schrieb, beschäftigte sich mit dem Modell der Produktgenerationsentwicklung (PGE) nach Albert Albers. Was ich dort gelernt habe, hat meine Art, über technische Entwicklung nachzudenken, nachhaltig verändert.
Was das PGE-Modell sagt – und warum es wichtig ist
Das Modell der Produktgenerationsentwicklung stellt eine These auf, die einfach klingt, aber weitreichende Konsequenzen hat: Jedes neue Produkt ist eine Weiterentwicklung mindestens eines Referenzsystems. Es entsteht nicht aus dem Nichts – es baut immer auf bestehenden Lösungen, Prinzipien und Gestaltungen auf.
Diese Weiterentwicklung geschieht über drei Variationsarten:
Übernahmevariationen: Elemente des Referenzsystems werden unverändert übernommen
Prinzipvariationen: Das Wirkprinzip eines Elements wird grundlegend verändert
Gestaltsvariationen: Die Gestalt wird angepasst, das Prinzip bleibt
Beispiel: Die klassische Glühbirne zur LED: Das Lichtprinzip ist eine Prinzipvariation. Die Fassung ist eine Übernahmevariation. Die Abmessungen sind eine Gestaltvariation. Erst wenn man weiß, welche Elemente Prinzipvariationen sind, weiß man, wo im Entwicklungsprozess die echten Risiken liegen.
Das Problem in der Praxis: Implizite Referenzsysteme
Das PGE-Modell beschreibt nicht nur, wie Produkte entstehen – es zeigt auch, wo Entwicklungsprojekte systematisch schiefgehen.
In vielen Teams gibt es ein implizites Referenzsystem: das Vorgängerprodukt, das alte System, den bestehenden Prozess. Jeder im Team weiß intuitiv davon. Aber es wird selten explizit gemacht. Das bedeutet: Übernahmevariationen werden nicht als solche erkannt, Prinzipvariationen werden unterschätzt, und Abhängigkeiten bleiben unsichtbar – bis sie in der Integrations- oder Validierungsphase als Problem auftauchen.
Praxisbeispiel: Beim Bosch-Projekt war das Kalibrierungssystem ALV_02 das implizite Referenzsystem für die ALV_03. Viele Annahmen – über Messbereiche, Softwareschnittstellen, Prüfabläufe – wurden still übernommen. Erst die explizite PGE-Analyse zeigte: Drei der fünf Kernannahmen der ALV_02 galten für die ALV_03 nicht mehr. Die Entscheidung, diese Elemente als Prinzipvariationen zu behandeln, veränderte das gesamte Testkonzept.
Was das für technische Entscheidungen bedeutet
Das PGE-Modell ist kein akademisches Konzept – es ist ein praktisches Werkzeug für drei konkrete Situationen:
Beim Start eines Entwicklungsprojekts: Was ist unser Referenzsystem? Welche Elemente übernehmen wir – und welche verändern wir fundamental? Wo liegen die Prinzipvariationen, und welcher Validierungsaufwand entsteht daraus?
Bei Engineering Changes: Jede Änderung in einem bestehenden System ist eine Variation. Die Frage ist nicht nur „Was ändern wir?" – sondern „Was ist das Referenzsystem dieser Änderung, und welche Abhängigkeiten trägt sie in sich?"
Bei technischen Reviews: Wenn Simulationsergebnisse und Messdaten sich widersprechen, liegt die Ursache häufig in nicht explizit gemachten Variationen. Das Modell setzt Annahmen voraus, die aus dem Referenzsystem stammen – und die in der realen Neuentwicklung nicht mehr gelten.
Warum Entwicklungsteams das selten explizit machen
Die Antwort ist simpel: Zeitdruck. Das Referenzsystem explizit zu beschreiben, die Variationsarten zu kartieren, Abhängigkeiten sichtbar zu machen – das kostet Zeit zu Beginn eines Projekts, wenn der Druck am größten ist.
Die Konsequenz dieser Investition zeigt sich erst später – in der Integrationsphase, im Validierungsprozess, bei der Serienfreigabe. Projekte, die diese Arbeit frühzeitig leisten, treffen weniger Überraschungen. Projekte, die sie überspringen, erkaufen sich Geschwindigkeit am Anfang mit Aufwand am Ende.
Das ist kein Vorwurf an die Teams. Es ist eine strukturelle Realität. Und es ist einer der Gründe, warum ein externer methodischer Blick am Anfang eines Projekts – wenn er die richtigen Fragen stellt – mehr bewirkt als jeder Review am Ende.
Drei Fragen, die jedes Entwicklungsteam stellen sollte
Was ist unser explizites Referenzsystem – und was nehmen wir implizit von ihm mit?
Welche Elemente unseres Konzepts sind Prinzipvariationen – und haben wir den Validierungsaufwand dafür eingeplant?
Wo könnten nicht kommunizierte Variationen später als Widerspruch zwischen Simulation und Messung auftauchen?
Diese drei Fragen lassen sich in einem halbtägigen Workshop mit dem Entwicklungsteam beantworten. Der Aufwand ist überschaubar. Die Wirkung auf die Qualität späterer Entscheidungen ist erheblich.
Warum Entwicklungsmethoden in der Praxis oft scheitern — und wann SPALTEN, FMEA und QFD wirklich helfen
Alper Altay26. März 20269 min LesedauerSchulungen & Workshops
Für Entwicklungsteams und technische Projektleitungen, die verstehen wollen wann welche Methode wirklich hilft — und warum dieselbe Methode im einen Projekt Gold ist und im nächsten nichts bringt.
Ich habe Produktentwicklungsmethoden zum ersten Mal nicht aus einem Lehrbuch gelernt. Ich habe sie in einem realen Projekt angewendet — unter Zeitdruck, mit einem echten Industriepartner, in einem Team das sich gerade erst gefunden hatte.
Das war das IP-Projekt am IPEK, dem Institut für Produktentwicklung am KIT. Vier Monate, sechs Personen, eine Aufgabe von Faurecia: Konzepte für den insassenzentrierten Innenraum der Zukunft entwickeln. Kein Übungsfall. Kein Musterlösungsblatt. Die Ergebnisse wurden vor Führungskräften des Unternehmens präsentiert.
Was ich dabei gelernt habe, hat mehr mit dem Scheitern von Methoden zu tun als mit ihrem Funktionieren.
Das eigentliche Problem mit Methoden
Methoden werden in der Praxis aus zwei Gründen nicht angewendet: entweder kennt man sie nicht — oder man kennt sie, hat sie einmal ausprobiert, und es hat nicht funktioniert wie erwartet.
Der zweite Fall ist häufiger und gefährlicher. Denn er führt zu der falschen Schlussfolgerung, die Methode tauge nichts. Dabei liegt das Problem fast nie in der Methode selbst. Es liegt darin, dass sie zur falschen Situation eingesetzt wurde. Oder zu früh. Oder zu spät. Oder mit falscher Erwartungshaltung.
Der Kernpunkt: Eine FMEA die man macht weil sie im Projektplan steht ist wertlos. Eine FMEA die man macht weil man ein System verstehen und Entscheidungen absichern will, ist eines der nützlichsten Werkzeuge in der Entwicklung. Der Unterschied ist nicht die Methode — der Unterschied ist das Verständnis wann sie hilft.
SPALTEN: die Methode die ich am häufigsten einsetze
SPALTEN wurde am IPEK von Prof. Albers entwickelt und ist inzwischen in der VDI 2221 verankert. Das Akronym steht für Situationsanalyse, Problemeingrenzung, Alternative Lösungen, Tragweitenanalyse, Entscheiden und Umsetzen, Nachbereiten und Lernen.
Was das in der Praxis bedeutet: bevor man ein Problem löst, muss man verstehen was das Problem eigentlich ist. Das klingt trivial. Es ist es nicht.
Im Faurecia-Projekt hatten wir in Woche zwei eine scheinbar klare Aufgabenstellung — und drei verschiedene Interpretationen davon im Team. Nicht weil jemand nicht aufgepasst hatte, sondern weil komplexe Problemstellungen immer Interpretationsspielraum lassen. SPALTEN hat uns gezwungen, zuerst die Situation zu beschreiben bevor wir Lösungen entwickelt haben. Der erste Schritt — die Situationsanalyse — hat uns eine Woche "gekostet". Er hat uns vermutlich drei Wochen Fehlentwicklung erspart.
Was SPALTEN besonders macht: zwischen jedem Schritt steht ein expliziter Informationscheck. Man fragt sich: habe ich genug Informationen um weiterzumachen? Wenn nein — zurück. Das klingt nach Bürokratie. Es ist tatsächlich der Grund warum man am Ende nicht feststellt, dass man das falsche Problem gelöst hat.
Wann SPALTEN hilft: bei jedem Problem das komplexer ist als eine Routineaufgabe. Bei Entscheidungen mit Unsicherheit. Bei Projekten die festgefahren sind.
Wann SPALTEN nicht hilft: bei Problemen die man schon kennt. Wenn die Lösung bereits bekannt ist und nur noch umgesetzt werden muss.
FMEA: das mächtigste Werkzeug — das am häufigsten falsch eingesetzt wird
Failure Mode and Effects Analysis — systematische Analyse was schiefgehen kann, bevor es schiefgeht. Das Problem in der Praxis: FMEA wird entweder als QS-Pflichtübung am Ende des Projekts gemacht — dann ist sie wertlos, weil alle Entscheidungen bereits gefallen sind. Oder sie wird so früh gemacht, dass das System noch gar nicht gut genug verstanden ist um sinnvolle Fehlerszenarien zu entwickeln.
Der richtige Zeitpunkt ist wenn das Konzept steht, aber die Detailkonstruktion noch nicht begonnen hat. Dann kann die FMEA noch Einfluss auf Designentscheidungen nehmen — und genau das ist ihr Zweck.
Erfahrung aus der Konzernpraxis: Der Wert einer FMEA liegt nicht in der ausgefüllten Tabelle. Er liegt im Gespräch das während der FMEA entsteht. Teams die gemeinsam Fehlerszenarien durchdenken entwickeln ein geteiltes Systemverständnis das auf keine andere Weise entsteht. Die FMEA ist ein Kommunikationswerkzeug das sich als Qualitätswerkzeug verkleidet.
Wann FMEA hilft: wenn ein Konzept vorliegt das verstanden und abgesichert werden muss. Wenn Schnittstellen zwischen Subsystemen unklar sind. Wenn Serienentscheidungen bevorstehen.
Wann FMEA nicht hilft: in der frühen Konzeptphase. Als Abschlussdokumentation nach Projektende.
QFD: Kundenwünsche in technische Anforderungen übersetzen
Quality Function Deployment ist in Deutschland verhältnismäßig wenig eingesetzt — obwohl es eines der nützlichsten Werkzeuge für die frühe Projektphase ist. Die Grundidee: man erfasst systematisch was der Kunde wirklich will, gewichtet diese Anforderungen, und übersetzt sie in messbare technische Merkmale.
Was das IP-Projekt gelehrt hat: ein lückenhaftes Lastenheft ist fast immer das Ergebnis übersprungener QFD-Logik. Man beginnt zu entwickeln bevor man wirklich verstanden hat was gebraucht wird. Anforderungen bleiben implizit — und explodieren dann später wenn Missverständnisse sichtbar werden.
Wann QFD hilft: ganz am Anfang, wenn aus Kundenwünschen ein Lastenheft werden soll. Bei Produkten mit vielen Stakeholdern und konkurrierenden Anforderungen.
Wann QFD nicht hilft: wenn die Anforderungen bereits klar und vollständig dokumentiert sind.
Die Nutzwertanalyse ist die unscheinbarste Methode in dieser Liste — und gleichzeitig diejenige die ich am häufigsten in Beratungsprojekten einsetze. Mehrere Alternativen werden anhand gewichteter Kriterien bewertet. Das Ergebnis ist eine Zahl. Kein Konsens durch Dominanz des Lautesten, kein Bauchgefühl das sich als Rationalität verkleidet.
Was die Nutzwertanalyse wirklich leistet: Nicht die Berechnung — sondern die Diskussion über die Gewichtung der Kriterien. Dort treten implizite Annahmen und versteckte Präferenzen zu Tage die sonst nie auf den Tisch kommen. Teams die gemeinsam eine Nutzwertanalyse machen verstehen danach warum sie unterschiedlicher Meinung sind. Das ist der Unterschied zwischen einer Entscheidung die akzeptiert wird und einer die hintertrieben wird.
Wann sie hilft: wenn mehrere technisch valide Alternativen vorliegen und eine Entscheidung transparent sein muss. Vor Meilensteinentscheidungen.
Wann sie nicht hilft: wenn die Entscheidung bereits gefallen ist und die Analyse nur noch Legitimation produzieren soll.
Was das für die Praxis bedeutet
Vier Methoden, vier verschiedene Situationen. Das ist die eigentliche Lektion.
Wer gelernt hat wann er welches Werkzeug einsetzt, ist schneller, genauer und überzeugender als jemand der dieselben Methoden aus dem Lehrbuch kennt aber nicht angewendet hat. Der Unterschied zwischen Methodenwissen und Methodenkompetenz ist genau das: die Fähigkeit situativ zu entscheiden.
Im IP-Projekt am IPEK haben wir das unter Bedingungen gelernt die dem Industriealltag näher waren als jede Vorlesung. Vier Monate, echter Auftraggeber, echte Präsentation. Kein Netz.
Wenn ich heute in Workshops arbeite, bringe ich keine Methodenschulung mit. Ich bringe das Problem des Kunden mit — und die Methode die diesem Problem am besten hilft. Manchmal ist das SPALTEN. Manchmal eine FMEA. Manchmal ein leeres Whiteboard und die Frage: was ist hier eigentlich das eigentliche Problem?
Ich moderiere Workshops mit etablierten Methoden aus der Produktentwicklung — SPALTEN, FMEA, Nutzwertanalyse. Kein Theorieblock: wir arbeiten an Ihrem konkreten Problem.
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6. Hosting – IONOS SE
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Mit IONOS SE besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO. Die Datenverarbeitung durch IONOS erfolgt ausschließlich innerhalb der EU bzw. des EWR. IONOS ist nach ISO 27001 zertifiziert.
6a. Kontaktformular – Formspree
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6b. Terminbuchung – Zeeg
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Stand: März 2026
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§ 2 Vertragsschluss
Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich. Der Vertrag kommt zustande durch schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch Beginn der Leistungserbringung.
Wir behalten uns vor, Aufträge abzulehnen, falls bei der Auftragsabwicklung Rechte Dritter verletzt oder gegen Gesetze verstoßen würde. In diesem Fall informieren wir den Auftraggeber unverzüglich per E-Mail.
§ 3 Leistungsgegenstand
Art und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder Projektvertrag. Der Auftragnehmer erbringt Beratungsleistungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns. Beratungsleistungen sind grundsätzlich Dienstleistungen (§ 611 BGB) und keine Werkleistungen (§ 631 BGB), sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber ist verpflichtet:
alle notwendigen Informationen, Daten und Unterlagen rechtzeitig bereitzustellen
einen fachkundigen Ansprechpartner zu benennen
notwendige Entscheidungen zeitnah zu treffen
die Richtigkeit der bereitgestellten Informationen zu gewährleisten
Verzögerungen aus unterlassener Mitwirkung gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers. Mehraufwände werden nach tatsächlichem Aufwand berechnet.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung richtet sich nach dem jeweiligen Angebot oder vereinbarten Tagessatz. Alle Preise sind Endpreise (§ 19 UStG – Kleinunternehmerregelung).
Rechnungen sind zahlbar innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug. Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen gemäß § 288 Abs. 2 BGB (9 Prozentpunkte über Basiszinssatz) berechnet. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.
Das Recht des Auftraggebers zur Aufrechnung besteht nur, wenn seine Gegenansprüche vom Auftragnehmer anerkannt oder rechtskräftig festgestellt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Auftraggeber nur insoweit ausüben, als sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
Zahlungsmethode: Überweisung. Bankverbindung wird nach Auftragsbestätigung auf der Rechnung mitgeteilt.
§ 6 Fristen und Termine
Vereinbarte Termine sind verbindlich, sofern schriftlich als solche bezeichnet. Bei Verzug des Auftragnehmers ist eine angemessene Nachfrist von mindestens 14 Tagen zu setzen, bevor Rücktritt oder Schadensersatz verlangt werden kann.
Falls die Nichteinhaltung einer Leistungsfrist auf höhere Gewalt, Arbeitskampf, unvorhersehbare Hindernisse oder sonstige vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen ist, wird die Frist angemessen verlängert. Etwaige gesetzliche Ansprüche des Auftraggebers bleiben unberührt.
§ 7 Geheimhaltung
Beide Parteien halten alle erlangten vertraulichen Informationen dauerhaft geheim und verwenden sie nur zur Vertragserfüllung. Diese Pflicht gilt auch nach Vertragsende für die Dauer von 5 Jahren.
§ 8 Urheberrecht und Nutzungsrechte
Alle erstellten Arbeitsergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Mit vollständiger Zahlung überträgt der Auftragnehmer ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den vereinbarten Zweck.
Verwertung für andere Zwecke bedarf schriftlicher Zustimmung. Der Auftragnehmer behält das Recht zur Referenznennung, sofern keine Geheimhaltungsvereinbarung entgegensteht.
§ 9 Haftung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt, soweit die Schadensursache auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
Der Auftragnehmer haftet auch für die leicht fahrlässige Verletzung von wesentlichen Pflichten (Pflichten, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet) sowie für die Verletzung von Kardinalpflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf), jedoch jeweils nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden und begrenzt auf den Netto-Auftragswert des betroffenen Projekts.
Für die leicht fahrlässige Verletzung anderer als der vorstehend genannten Pflichten haftet der Auftragnehmer nicht. Die Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist in diesen Fällen ausgeschlossen.
Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Auftragnehmers.
§ 10 Kündigung
Rahmenverträge können von beiden Seiten mit 4 Wochen Frist zum Monatsende schriftlich gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Bereits erbrachte Leistungen sind stets zu vergüten.
§ 11 Schlussbestimmungen
Die Geschäftsbeziehungen zwischen den Parteien unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Da die Leistungen ausschließlich gegenüber Unternehmern erbracht werden, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag das Amtsgericht Offenburg. Unwirksame Bestimmungen werden durch wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommen. Änderungen dieser AGB bedürfen der Schriftform, einschließlich der Aufhebung dieses Erfordernisses.
Gemäß TTDSG und DSGVO – Stand: März 2026
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Stand: März 2026
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Die folgenden Projekte sind anonymisiert — aus Gründen der Vertraulichkeit werden keine Firmennamen oder Personen genannt.
Was bleibt: die Situation, die eigentliche Fragestellung und das Ergebnis.
Projekterfahrung
Drei Projekte. Drei verschiedene Ausgangssituationen.
Jedes Projekt hatte einen sichtbaren Anlass — und ein eigentliches Problem darunter.
Technisches Review · Elektronikfertigung
Das Modell war korrekt. Die Annahme dahinter nicht.
Ausgangssituation
Ein Entwicklungsteam stand kurz vor der Serienfreigabe eines thermischen Managementsystems für Leiterplatten. Die Simulation zeigte grüne Werte — aber das Prüfstandsverhalten stimmte nicht mit den Modellen überein. Freigabetermin: drei Wochen.
Das eigentliche Problem
Nicht das Ergebnis war falsch — die Randbedingungen waren es. Ein Wärmequellenwert war aus einem früheren Produktdesign übernommen worden, ohne je hinterfragt zu werden. Kein Fehler im Prozess — aber eine Lücke, die nur durch eine externe Perspektive sichtbar wurde.
Was getan wurde
Systematische Prüfung aller Modellannahmen gegen Datenblätter, Messprotokolle und physikalische Plausibilität. Identifikation der abweichenden Randbedingung. Dokumentiertes Review-Ergebnis mit Handlungsempfehlung und angepasstem Parametervorschlag.
Fehlentscheidung verhindertTurnaround: 2 Tage
Engineering & System-Consulting · Automotive
Alle Subsysteme funktionierten. Das Gesamtsystem nicht.
Ausgangssituation
Ein Entwicklungsteam arbeitete an einem neuen Steuergerät-Konzept. Drei Subsysteme wurden parallel von verschiedenen Teams entwickelt — jedes für sich sauber dokumentiert. Im Gesamtsystem entstanden immer wieder unklare Schnittstellen und endlose Abstimmungsschleifen.
Das eigentliche Problem
Es gab keine gemeinsame Systemebene. Jedes Team dachte in seinem Subsystem — eine übergreifende Struktur, die Abhängigkeiten und Entscheidungspunkte sichtbar machte, fehlte vollständig. Meetings wurden länger, Entscheidungen immer schwieriger.
Was getan wurde
Vier strukturierte Sessions à zwei Stunden. Aufbau einer werkzeugfreien Systemarchitektur, die alle Subsysteme verbindet — kein SysML, kein Enterprise-Tool. Definition der kritischen Schnittstellen und offenen Entscheidungspunkte, die das Team selbst weiterführen kann.
3 offene Entscheidungen geklärt4 Sessions bis Ergebnis
Prozessautomatisierung · Mittelstand
Das Unternehmen wuchs schneller als seine Prozesse.
Ausgangssituation
Ein kleines Unternehmen in der Wachstumsphase — stark steigende Auftragszahlen, aber Angebote in Word, Rechnungen per Hand, Kundendaten in drei verschiedenen Excel-Tabellen. Die Geschäftsleitung verbrachte täglich Stunden mit Verwaltung statt mit dem Kerngeschäft.
Das eigentliche Problem
Das Unternehmen war zu groß für Improvisation und zu klein für Enterprise-Software. Die Prozesse waren nicht dokumentiert, nicht standardisiert — und niemand hatte Zeit anzufangen. Ein klassischer Wachstumsstau.
Was getan wurde
Vollständiger Aufbau der digitalen Infrastruktur: Dokumentenmanagementsystem, automatisierte Angebots- und Rechnungsprozesse per API, einheitliche Ablagestruktur, Onlineshop-Integration. Parallel: Entscheidungsgrundlagen für strategische Geschäftspartnerschaften erarbeitet.
Alle drei Projekte sind real. Namen, Branchen und spezifische Details wurden aus Gründen der Vertraulichkeit anonymisiert. Die beschriebenen Situationen, Vorgehensweisen und Ergebnisse entsprechen dem tatsächlichen Projektverlauf.
Ehrliche Einordnung
Wobei ich explizit nicht berate.
Ein guter Berater kennt seine Grenzen — und kommuniziert sie klar. Das erspart beiden Seiten Zeit.
Reine Softwareentwicklung und Programmieraufträge ohne strategischen Kontext
EMV-Zertifizierung und normative Zulassungsverfahren
Kaufmännische Beratung, Finanzplanung oder juristische Fragestellungen
Projekte, bei denen das Ergebnis bereits feststeht und nur eine Unterschrift gebraucht wird
Wenn Ihre Fragestellung in diese Bereiche fällt, empfehle ich Ihnen gerne spezialisierte Ansprechpartner.