Referenzen

Aus der Praxis.
Keine Hochglanzbroschüre.

Die folgenden Projekte sind anonymisiert — aus Gründen der Vertraulichkeit werden keine Firmennamen oder Personen genannt.
Was bleibt: die Situation, die eigentliche Fragestellung und das Ergebnis.

Projekterfahrung

Vier Projekte. Vier verschiedene Ausgangssituationen.

Jedes Projekt hatte einen sichtbaren Anlass — und ein eigentliches Problem darunter.

Prozessautomatisierung · E-Commerce & Einzelhandel, Baden-Württemberg

Wettbewerber-Monitoring, das sich früher niemand leisten konnte.

Ausgangssituation

Ein wachsender Online-Händler mit 708 Artikeln auf eBay und Shopify hatte keinen systematischen Überblick über Wettbewerberpreise. Manuelle Recherche war stundenintensiv oder wurde schlicht weggelassen — Preisentscheidungen basierten auf Bauchgefühl.

Das eigentliche Problem

Die Daten lagen im Markt — aber unstrukturiert und nicht automatisiert abrufbar. Wer teurer als die Konkurrenz war, merkte es erst am ausbleibenden Verkauf. Wer zu günstig war, ließ Marge liegen, ohne es zu wissen.

Was getan wurde

Aufbau eines lokalen Dashboards, das täglich alle Wettbewerber-Listings von eBay zieht, sie automatisch gegen den eigenen Bestand matcht (via Artikelnummer) und farblich markiert: zu teuer, zu günstig, Abstand in Euro. Dazu ein Markt-Radar für gefragte Produkte, die noch nicht im Sortiment sind. Preise direkt aus dem Dashboard heraus pushbar — kein manuelles eBay-Login mehr. Kein Cloud-Abo, kein monatlicher Kostenpunkt.

708 Artikel täglich im Blick Preisanpassung in Minuten statt Stunden
Digitalisierung & Beratung · Öffentliche Verwaltung, Süd-BW

Aktensuche war gestern. Ein DMS, das wirklich benutzt wird.

Ausgangssituation

Eine Stadtverwaltung im südlichen Baden-Württemberg kämpfte mit gewachsenen Strukturen: Vorgänge in Ordnern, Genehmigungsabläufe per E-Mail-Kette, Ablage nach Mitarbeitergedächtnis. Neue Kolleginnen und Kollegen fanden sich kaum zurecht — und die Verwaltungsleitung spürte, dass Digitalisierung allein das Problem nicht lösen würde.

Das eigentliche Problem

Software war nicht das Problem — Struktur war es. Welcher Vorgang gehört wohin? Wer darf was sehen? Wie läuft ein Genehmigungsprozess ab? Diese Fragen waren nie formal beantwortet worden. Eine Software-Einführung ohne diese Klärung hätte dieselben Probleme einfach digitalisiert.

Was getan wurde

Beratende Begleitung bei Anforderungsanalyse, Prozessstrukturierung und DMS-Einführung. Von der Konzeptphase bis zur Inbetriebnahme: sechs Wochen. Übergabe inkl. vollständig dokumentierter Ablagestruktur und internen Schulungen — kein externer Support mehr nötig.

Einführung in 6 Wochen Läuft eigenständig seit Inbetriebnahme
Technisches Review · PCB-Fertigung, Raum Karlsruhe

Das Modell war korrekt. Die Annahme dahinter nicht.

Ausgangssituation

Ein Entwicklungsteam stand kurz vor der Serienfreigabe eines thermischen Managementsystems für Leiterplatten. Die Analyse zeigte grüne Werte — aber das Prüfstandsverhalten stimmte nicht mit den Modellen überein. Freigabetermin: drei Wochen.

Das eigentliche Problem

Nicht das Ergebnis war falsch — die Randbedingungen waren es. Ein Wärmequellenwert war aus einem früheren Produktdesign übernommen worden, ohne je hinterfragt zu werden. Eine Lücke, die nur durch eine externe Perspektive sichtbar wurde.

Was getan wurde

Systematische Prüfung aller Modellannahmen gegen Datenblätter, Messprotokolle und physikalische Plausibilität. Identifikation der abweichenden Randbedingung. Dokumentiertes Review-Ergebnis mit Handlungsempfehlung und angepasstem Parametervorschlag.

Fehlentscheidung verhindert Turnaround: 2 Tage
Engineering & System-Consulting · Automotive, Süddeutschland

Alle Subsysteme funktionierten. Das Gesamtsystem nicht.

Ausgangssituation

Ein Entwicklungsteam arbeitete an einem neuen Steuergerät-Konzept bei einem Automobilzulieferer in Süddeutschland. Drei Subsysteme wurden parallel von verschiedenen Teams entwickelt — jedes für sich dokumentiert. Im Gesamtsystem entstanden unklare Schnittstellen und endlose Abstimmungsschleifen.

Das eigentliche Problem

Es gab keine gemeinsame Systemebene. Jedes Team dachte in seinem Subsystem — eine übergreifende Struktur, die Abhängigkeiten und Entscheidungspunkte sichtbar machte, fehlte vollständig. Meetings wurden länger, Entscheidungen immer schwieriger.

Was getan wurde

Vier strukturierte Sessions à zwei Stunden. Aufbau einer schlanken Systemarchitektur ohne Enterprise-Tool, die alle Subsysteme verbindet. Definition der kritischen Schnittstellen und offenen Entscheidungspunkte — vom Team selbst weiterführbar.

3 offene Entscheidungen geklärt 4 Sessions bis Ergebnis

Alle vier Projekte sind real. Namen und personenbezogene Details wurden aus Gründen der Vertraulichkeit anonymisiert. Branchen, Ortsangaben, Vorgehensweisen und Ergebnisse entsprechen dem tatsächlichen Projektverlauf.

Ehrliche Einordnung

Wobei ich explizit nicht berate.

Ein guter Berater kennt seine Grenzen — und kommuniziert sie klar. Das erspart beiden Seiten Zeit.

  • Reine Softwareentwicklung und Programmieraufträge ohne strategischen Kontext
  • EMV-Zertifizierung und normative Zulassungsverfahren
  • Kaufmännische Beratung, Finanzplanung oder juristische Fragestellungen
  • Projekte, bei denen das Ergebnis bereits feststeht und nur eine Unterschrift gebraucht wird

Wenn Ihre Fragestellung in diese Bereiche fällt, empfehle ich Ihnen gerne spezialisierte Ansprechpartner.

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